9. Mai 2021 | Allgemein

Hoffnung auf würdevolles Gedenken

Am 8. Mai, dem Gedenktag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus, legte Petra Budke zusammen mit weiteren Bürger:innen aus Seeburg, Engelsfelde und Dallgow-Döberitz Blumen an dem Gedenkstein der antifaschistischen Widerstandskämpfer in Engelsfelde nieder.

„Diese schreckliche Zeit verpflichtet uns, der Opfer zu gedenken. Hier in Engelsfelde sind zwischen 200 und 300 Menschen von den Nationalsozialisten verscharrt worden, die Kritik an Hitler äußerten. Sie waren häufig noch sehr jung, liebten zum Teil Comics, Swing- und Jazzmusik und wollten in einer friedlichen und freien Welt leben. Es ergreift mich immer wieder, an dieser Stelle zu sein und dieser von willkürlichen Schnellgerichten verurteilten, erschossenen Menschen zu gedenken. “

Budke hatte nach ihrem Besuch der Gedenkstätte vor einem Jahr in der Gemeindevertretung von Dallgow-Döberitz gefordert, endlich ein Hinweisschild an der Straße auf die Gedenkstätte anbringen zu lassen und das Massengrab würdevoller zu gestalten. Dank der von ihr ausgehenden Bemühungen haben die Eigner des Weges und der Gedenkstättenfläche eingewilligt, dass diese Forderungen erfüllt werden können. Nach Auskunft des Bürgermeisters von Dallgow-Döberitz soll nun nach einer Ausschreibung für eine wildfeste Umzäunung bis Herbst 2021 sowohl eine Gedenktafel, die Umzäunung und ein Hinweisschild aufgestellt werden. In diesem Jahr fand sich an dem Grab neben Blumen auch eine Mickey-Mouse-Plüschfigur sowie ein Mickey-Mouse-Bildband.

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